„Running Dolomites“ – Finalist Big Picture Award


"Running Dolomites" gewinnt den dritten Platz beim Intersport Big Picture Award

Eines meiner absoluten Lieblingsbilder hat es geschafft. Einmal bei einem großen Foto Contest, unter Beratung einer internationalen Jury für einen "Preis" gewählt zu werden. Der Big Picture Award by Intersport Deutschland ist eine Auszeichnung für Berufs- und Hobby-Fotografen, die in dem Fall ihren/einen der schönsten sportlichen Momentaufnahmen natürlich festgehalten haben. Das Anliegen ist, den "Sportbegeisterten eine Bühne (zu) geben, auf der sie ihre besten Fotos präsentieren können. Auf der sie ihre intensiven Momente, eingefroren in ein Bild, teilen können. Denn letzten Endes ist es das, was alle Sportler (...) verbindet: die Begeisterung, die Liebe zum Sport."

In der Jury finden sich namenhafte Fotografie-Experten wieder, wie z.B.:

Manuel Ferrigato: Outdoor- und Werbefotograf

Seine Leidenschaft: Abgelegene, wilde naturbelassene Orte auf der Welt, wo er Bergsteigerteams begleitet und sie natürlich in Szene setzt.

Gary Engel: Sport- und Werbefotograf

Er fotografierte schon Usain Bolt und Bastian Schweinsteiger und arbeitet für große Hersteller.

Kai Kester Löhle: Canon Deutschland

Als Verantwortlicher im Bereich Marketing und Communications kennt er sich bestens aus in der Fotografie-Szene.

Jetzt aber zum Eigentlichen - der Entstehung des Big Picture und meiner Interpretation!


Die Story zum Foto


 

Im Sommer 2015 zog es mich nach Italien zu einem der spektakulärsten Sky Races der Welt. Einen Bericht zum Rennen selbst findet ihr hier. Mit Vorlauf von 4 Tagen erkundete ich zusammen mit meiner Freundin und Familie die Gegend um die Drei Zinnen, bevor wir dann nach Canazei aufgebrochen sind. Wer schon einmal an den Drei Zinnen war, weiß zu wissen, was ich mit atemberaubender Atmosphäre meine. Auch wenn die imposanten Riesen umzingelt sind von Massenwanderwegen, gibt es doch einige geheime und verborgende Stellen, die man kennt wenn man sich dort auskennt - oder in meinem Fall das scheue Reh spielt, was sich gerne abseits der Herde aufhält. Nachdem ich zusammen mit meiner Freundin den Paternkofel Klettersteig gestiegen bin, sind wir unterhalb der Drei Zinnen Hütte zum Ruhen gekommen. Ein kleiner Bergsee kam bei 35° als gelungene Abwechslung entgegen. Schweinekaltes Wasser schützte aber nicht vor der Neugier, die Quarkbeine mal tief in den Schlamm zu bohren. 


Laghi del Piani unterhalb der Drei Zinnen Hütte

Nach einer gemütlichen Umrundung barfuß um den See, stiegen wir zur Hütte wieder auf. Obligatorische Fotos vor der großen Kulisse der Zinnen, ein kleiner Snack auf die Hand und die Flucht vor dem Pilgerzug, trieben uns leicht unterhalb des Paternkofels in Richtung Drei Zinnen. Während sich unterhalb von uns, viele Menschen wie kleine Ameisen tummelten, konnten wir abgeschieden unseren eigenen Rhythmus auf dem Bergpfad des 2. Weltkrieges "skiken". Skiken habe ich gerade neu erfunden, es sei denn jemand hat das Wort schon woanders gehört oder gelesen. In diesem Zusammenhang bedeutet es ein Mix aus sky running und hiken. Es gab mehrere Stellen, die meine Stimmung für tolle Fotos angehoben hat. Aber das oben dargestellte Foto war der perfekte Moment. Innerhalb weniger Minuten wandelte sich das Wetter von sonnig zu wolkig. Die Sonne hatte einen hohen Stand, sodass ihre Strahlenbündel zwischen den Wolken Teile der Berge beleuchtete, während andere Teile im Schatten verborgen blieben. Somit ergab sich diese Szene - als würde man einen riesengroßen Reflektor aufhängen, diesen "beblitzen" und damit den Moment einfrieren. Das Bild selbst ist aber lediglich mit einer Kamera, einem Fernauslöser und einem Gorillapod (Knickstativ) entstanden. Zugegeben, ein wenig nachbearbeitet ist es, dass lässt das RAW-Aufnahmeformat aber auch nicht anders zu. Belichtungsanpassung und Weißabgleich, sowie Schärfe und Kontrast wurden editiert. 

Da es ja um den Big Picture Award ging, war diese Aufnahme die einzige logische Option. Sie zeigt einen Moment, indem sich das Zusammenspiel des Wetters, der Landschaft und der Dynamic des Trail Runnings zeigen. Die Kamera stand dabei ca. 100m-150m Luftlinie auf einem Felsvorsprung. Ein laues Windchen hätte sie sicherlich leicht zum Sturz gebracht, ganz zu schweigen von Geröll. Der Trail auf dem ich laufe ist sehr verspielt. Es gibt nicht viele Höhenmeter und keine langen Anstiege. Er gleicht eher einer rasanten Achterbahn. Ständiges Up und Down, scharfe Kurven, kleine hölzerne Brücken und Felsvorsprünge kennzeichnen ihn. Es machte einfach Spaß und war der Inbegriff vom Trail Running - light and fast. 

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